Im Takt der Zeit /Didaktische Perspektive
Die Auseinandersetzung mit Mobilität ist ohne den Zeitfaktor nicht denkbar, weil Beweglichkeit und Beschleunigung ohne Zeitmaße nicht auskommen. Mobilität und die Entwicklung von Mobilitätssystemen korrespondieren mit der Entstehung des heutigen Zeitverständnisses. Dieses Verständnis von Zeit geht von einem globalen Zeitsystem aus: der „Weltzeit“. Die von der Natur vorgegebenen Zyklen, wie der Wechsel von Tag und Nacht, Jahreszeiten, Ruhe und Aktivität, Biorhythmen werden dabei weitgehend vernachlässigt.
Mobilität wird durch Zeittakte und Beschleunigungsprozesse bestimmt, die vor allem von ökonomischen Zielsetzungen wie Produktivität und Effizienz vorgegeben werden. Missachtung natürlicher Zyklen und Rhythmen führt zu Konflikten in ökonomischen, ökologischen und sozialen Bereichen.
Aus der Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Mobilität und dem individuellen wie gesellschaftlichen Umgang mit Zeit werden Lösungsvorschläge diskutiert und Handlungsmöglichkeiten im Sinne von Gestaltungskompetenz abgeleitet.
Die übergeordnete Zielsetzung des Bausteins ist die Erkenntnis, dass die Entwicklung eines Bewusstseins für nachhaltige Zeitkultur von existentieller Bedeutung für alle Menschen ist. Dieses Verständnis kann Voraussetzungen schaffen für mehr Gerechtigkeit und bessere Lebensqualität. Dazu gehört auch eine Harmonisierung zwischen den Zeitmaßen der Natur und dem gegenwärtig verbreiteten Zeitverständnis.
Übersicht der Schwerpunkte:
Klassen 1 - 4
- Zeitrhythmen, Zeitzyklen und Mobilität
- Veränderungen der eigenen Lebenswelt – heute und in Zukunft
Klassen 5 - 6
- Gesellschaften verändern sich
- Reisen um die Welt
- Zeit-Bilder
Klassen 7 - 8
- Zeit- und Mobilitätsbewusstsein in verschiedenen Lebensphasen/Altersstufen
- Zeit- und Mobilitätsbewusstsein in verschiedenen Kulturkreisen
Klassen 9 - 10
- Zeitkultur und Lebensstile
- Zeitkultur und Wirtschaft
Klasse11/Berufsbildende Schulen
- Zeit und Arbeit
- Zeit und Zukunft

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