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Das niedersächsische Curriculum-Modell "Mobilität"

Zur Zeit seiner Einführung (2002) stellte das Curriculum Mobilität eine „Neuorientierung und Distanzierung von Sichtweisen traditioneller Verkehrserziehung“ dar.

 

Mit ihm wurde den Schulen eine Antwort, bzw. Reaktionsmöglichkeiten auf die Problematiken des gesellschaftlichen Schlüsselproblems Mobilität zur Verfügung gestellt.  Die Schulen konnten – ganz im Sinne einer eigenverantwortlichen Schule – „individuell“ Antworten auf das Problemfeld Mobilität suchen und finden. Dabei war das zentrale Anliegen, den Begriff „Mobilität“ möglichst umfassend zu verstehen.

Das Curriculum-Modell wendet sich mit dem fächerintegrativen Ansatz an alle Schulformen und repräsentiert einen im deutschsprachigen Raum nach wie vor einmaligen pädagogischen Ansatz.

In den seit seiner erstmaligen Veröffentlichung vergangenen 10 Jahren hat sich die Bildungslandschaft gewandelt. Auf diese Veränderungen muss auch ein Curriculum reagieren, das einen prozessbezogenen Charakter besitzt. Unter Beibehaltung der Grundannahmen und Grundausrichtungen der Fächerintegration, der Zuständigkeit für alle Schulformen und der Verpflichtung zur Beachtung des Leitbildes Agenda 21 hat das Niedersächsische Kultusministerium die Revision des Curriculum Mobilität betrieben.

Die wesentlichen Neuausrichtungen lassen sich in der neuen theoretischen Grundkonzeption (siehe auch unter Curriculum) unschwer ablesen. Dieses umfassende theoretische Konzept orientiert sich an den neuesten pädagogischen Konzeptionen (vgl. z. B. die Kompetenzdiskussion) und an den Arbeiten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Das Konzept wird durch ein Glossar ergänzt, das die verwendeten Begrifflichkeiten umfasst und verdeutlicht.

Das Bausteinprinzip des Curriculums bleibt formal weitestgehend unangetastet. Ein einziger Baustein „Verdammt in Rausch und Drogen“ wurde umbenannt in „Mit kühlem Kopf auf klarem Kurs. Die Bausteine wurden inhaltlich komplett neu formuliert und auf „Gestaltungskompetenzen“ ausgerichtet. So werden in den Bausteinen die vorrangig angestrebten Teilkompetenzen von Gestaltungskompetenz angeführt. Auch in den Tabellen für die einzelnen Schulstufen finden sich diesbezüglich Verweise darauf. In den Bausteinen werden die Bezüge zum theoretischen Konzept (rot eingefärbt) und zum Glossar (blau eingefärbt) hergestellt.

Die bestehenden Bausteine werden sukzessive durch die überarbeiteten Versionen ersetzt. Begonnen wird mit dem Baustein „Regeln und geregelt werden“.

 

Für Rückmeldungen aus den Schulen an die Arbeitsgruppe Curriculum-Revision, wird um Kontaktaufnahme über das Niedersächsische Kultusministerium unter Horst.Roselieb@mk.niedersachsen.de gebeten.

Materialien zum Thema

Langfassung 2012  (1.3 MB)

Langfassung 2012  (670 KB)