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Regeln und geregelt werden
Relevanzbegründung/Intentionen Klassen 7-10

Die in den Klassen 5 und 6 charakterisierten Einstellungen vieler Schülerinnen und Schüler verstärken sich in dieser Altersstufe. Im Spannungsfeld von cliquenkonformem und regelgerechtem Verhalten werden Regeln und Normen häufig ignoriert. Das hat auch Auswirkungen auf das Verhalten in Straßenverkehr. Darauf ist didaktisch zu reagieren. Es geht darum, sich beispielhaft mit jenen Bereichen auseinander zu setzen, in denen abweichendes Verhalten toleriert werden kann (z.B. Kleidung). Dagegen ist regelwidriges Verhalten im Verkehr nicht zu akzeptieren, weil es andere Menschen gefährden kann. Nicht das Moralisieren, sondern die nüchtern-rationale Auseinandersetzung mit der Sinnhaftigkeit von Regeln muss im Vordergrund der pädagogischen Bemühungen stehen. Das übergeordnete Ziel in den Abschlussklassen muss darauf gerichtet sein, zwischen den Schwerpunkten und dem Leitbild der Nachhaltigkeit konkrete Bezüge herzustellen. Die "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" will Bewusstsein und Verhalten der Schülerinnen/Schüler - der Erwachsenen von morgen – im Alltag beeinflussen.

Klassen 7 - 8

Sport, GSW, Politik, Deutsch

Schwerpunkte: Regeln und Konventionen

  • Aufstellen von Regeln für den gemeinsamen Umgang
  • Gebräuche, Gewohnheiten, Sitten, Normen, Ordnungen, Gesetze
  • Kommunikationsprozesse (Sprache, Verkehr)
  • Entstehung und/oder Veränderungen von Verkehrsregeln (Kreisverkehr, Linksverkehr, Radfahren entgegen der Einbahnstr.)
  • Antizipation gefährlicher Situationen
  • Verkehrsüberwachung

Anregungen 1:

  • Erfinden neuer (Mannschafts-) Spiele mit Spielregeln
  • Aufstellen von Fair-Play-Regeln
  • Jeder ist mal Schiedsrichter
  • Einrichten einer "TÜfF" (Technische Überprüfung für Fahrräder: Bremse, Beleuchtung, Klingel)
  • Verkehrsbeobachtungen in Schulnähe
  • Fotodokumentationen / Ausstellung von Verkehrs- beobachtungen
  • Schlichten eines Streitgespräches
  • Kontaktgespräch mit einem Jugendrichter - Jugendkriminalität
  • Soziale Perspektivenübernahme: "Mit den Augen eines U-Bahnsurfers sehen "(Car-Cruising, Autosurfen, Rot-Gas, Fahrstuhlsurfen)
  • Erleben des "Toten Winkels" auf dem Schulhof (Demonstration)
  • Besuch einer Polizeiinspektion (Unfalltypensteckkarte)
  • Kontakte zur Unfallkommission
  • Brainstorming und Kartenmoderation zum Thema "Gefährliche Situationen"
  • Projekte: Konfliktschlichterausbildung / Mediation, "Stark ohne Gewalt", "Schritte gegen Tritte", (Gewaltpräventions- maßnahmen)

Klassen 9 - 10

Deutsch, GSW, Politik, Englisch:

Schwerpunkt: Ordnungen und Normen bei uns und in anderen Gesellschaften

  • In anderen Ländern unterwegs
  • Motorrad- und Autoclubs
  • Entwicklung und Bedeutung von Regeln und Konventionen
  • Auflehnen gegen Konventionen

GSW, Politik:

Schwerpunkt: Aufgaben des Gesetzgebers im Straßenverkehr

  • Verkehrssicherheit
  • Verkehrsdynamik
  • Verkehrsfluss
  • Umweltschutz
  • Nachhaltigkeit der angestrebten Wirkungen

GSW, Politik:

Schwerpunkt: Aufgaben der Versicherungen

  • Haftpflicht und Zusatzversicherungen
  • Schadensregulierungen
  • Technische Veränderungen am Fahrzeug und deren Folgen
  • "Volkssport" Versicherungsbetrug
  • Privatversicherung
  • Berechnung von Versicherungsbeiträgen

GSW, Politik:

Schwerpunkt: Verkehr der Zukunft

  • Leitsysteme (Navigation, Disposition, Information, Moderation und Kooperation)
  • Anruf-Bus, Car-Sharing, Nutzen statt Besitzen, praktikable Schnittstellen zwischen Verkehrsströmen
  • Kontrollierte Verkehrsführung
  • Einkaufstourismus

AG:

Schwerpunkt: Lehrgang: Erwerb der Prüfbescheinigung für Mofa

  • Rechtliche Bestimmungen
  • Fahrpraxis

Anregungen:

  • Sammeln von Erfahrungen bei Auslandsaufenthalten
  • Besuch beim Zoll: "Illegale Pkw- und Tiereinfuhr".
  • Kontakte zu einem Motorclub (Ziele)
  • Zielsetzungen und Auswüchse von Motor-Clubs
  • Einfluss der Clubs und Organisationen auf die Verkehrspolitik

Anregungen 2:

  • Besuch einer Forschungseinrichtung zur Unfallursachen- forschung (TU, Dekra, Verkehrspsychologe)
  • Aufgaben eines Dummy kennen lernen
  • Kontakt zu einer Umweltschutzorganisation
  • Besuch einer Reha-Klinik / medizinische und psychologische Aspekte der Verkehrssicherheit erfahren
  • Kontakt mit einem Allergologen / Latex-Allergie (Reifen, Gummiabrieb)
  • Online: Verkehrssicherheit und Umweltschutz im Internet
  • Umwelt setzt natürliche Grenzen
  • Stufenführerschein

Anregungen 3:

  • Kontakte zu Versicherern:
  • Praktische Vorführungen in der Kfz-Prüfstelle (TÜV, Dekra)
  • Straßenverkehrsrecht / Beck Texte, dtv

Anregungen 4:

  • Kontakte zur Deutschen Bahn AG, Forschungsinstituten und ADAC
  • Erkundung einer autofreien Innenstadt
  • Fiktive Planung: "Wie stelle ich mir den Verkehr der Zukunft vor"?
  • Kontakt mit der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft (UVG) / "Busfahren zum Nulltarif" (Templin / Brandenburg)
  • Verkehrslenkung durch Verkehrsrechner und angepasste Straßenführung
  • Elektronische Verkehrsführung, "Passo"
  • Intermodale Telematiksysteme
  • "Cargo-Lifter" (Deutsche Bundesbahn)

Anregungen 5:

  • Zusammenstellen von Gerichtsurteilen
  • Besuch einer Gerichtsverhandlung
  • Ausbildungsprogramm MOFA 25