Tourismus: unterwegs zu Hause
Didaktische Perspektive
Menschen der Industrienationen wachsen heute – anders als in früheren Zeiten – in eine scheinbar unproblematische "Tourismuswelt" hinein.
Gesellschaftlich-ökonomische Bedingungen haben sich in den wohlhabenden Nationen so verändert, dass:
- die Menschen über längeren Urlaub und kürzere Lebensarbeitszeiten verfügen
- große Teile der Bevölkerung in relativem Wohlstand leben
- die Medien unkritisch eine heile Tourismuswelt vermitteln
- Tourismus mitverantwortlich für interkulturelle Spannungen ist
Diese Faktoren zusammengenommen erklären eine grenzenlos expandierende Tourismusindustrie mit negativen Folgen für die Umwelt und kulturelle Beziehungen. Diese aus globaler Sicht bedenkliche Entwicklung steht in einem Spannungsverhältnis zwischen überzogenen individuellen Mobilitätsansprüchen und einem nachhaltigen Mobilitätsverhalten im Sinne der Agenda 21. Schule kann in diesem Zusammenhang nicht wertfrei agieren. Ihr Erziehungs- und Bildungsauftrag verlangt, das Denken und Handeln an den Werten ökologischer, ethischer und kultureller Vielfalt auszurichten. Damit soll der Freizeit- und Ferntourismus nicht verteufelt werden. Schwarz-Weiß-Malerei ist kein geeignetes Mittel, Heranwachsende zum Nachdenken zu bringen und Gefühle der Verantwortung zu wecken. Es geht darum, einen Kompromiss zwischen der Lust am Reisen und der bewussten Übernahme von Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen zu finden.
Übersicht der Schwerpunkte:
Klassen 1 - 4
- Mein Urlaub
- Urlaub zu Hause
Klassen 5 - 6
- Wir verreisen - wie? - warum? - wohin?
Klassen 7 - 8
- Tourismus früher und heute
- Verantwortung für Natur und Lebensräume
- Sport und Freizeit
Klassen 9 - 10
- Reisemotive, -bedingungen und -trends
Klasse 11
- Wirtschaftsfaktor Tourismus
- Migration und soziale Integration
- Fernreisen und Gesundheit Berufsbildende Schulen
- Wirtschaftsfaktor Tourismus
- Urlaub ohne Kontrolle?!

Weiterführende Links

