Verbrauchen und verbraucht werden Relevanzbegründung/Intentionen Klassen 1-4
Schülerinnen und Schüler werden auf vielfältige Weise – insbesondere durch Medien – mit den Auswirkungen mobilitätsbedingten Ressourcenverbrauchs in den Bereichen Konsum, Freizeit und ökologische Systeme konfrontiert. Strukturelle und familiäre Mobilitätsmöglichkeiten wirken sich direkt auf das Konsum- und Freizeitverhalten der Kinder aus.
Diffuse, bruchstückhafte und teilweise falsche Kenntnisse können Zukunftsängste bei den Kindern auslösen, die sie daran hindern, eigenständige Handlungsweisen zu entwickeln. Konsumverhalten von Kindern ist häufig mit dem Verlangen nach sozialer Anerkennung verbunden. Der Besitz von in dieser Altersgruppe begehrten Gegenständen führt zu Statusverbesserung und erleichtert Akzeptanz in der Gruppe der Gleichaltrigen. Darüber hinaus lässt sich über das in dieser Altersstufe ausgeprägte Gerechtigkeitsempfinden eine kritische Reflexion über mobilitätsbedingten Ressourcenverbrauch initiieren.
Der stufenbezogene Ausschnitt dieses Bausteins greift dieses informelle Wissen im Unterricht auf, erweitert und vertieft es.
Ziel dieses Unterrichts ist es, gemeinsam mit den Kindern Verbraucherverhalten kritisch zu reflektieren, Wissenslücken zu schließen und Handlungsalternativen zu entwickeln. Erkannte soziale, ökologische und ökonomische Folgen der Ressourcennutzung tragen dann dazu bei, Perspektiven einer mitbestimmten Zukunftsgestaltung zu entwickeln.
Angestrebte Kompetenzen
- Wechselseitige Abhängigkeiten zwischen Mobilität und begrenzten Ressourcen erkennen, erklären und kritisch reflektieren
- Auf die Altersgruppe bezogene Konsumprodukte nach Nachhaltigkeitskriterien bewerten
- Entwickeln von Bewusstsein und Handlungsweisen zur nachhaltigen Ressourcennutzung
- Entwickeln von Partizipationsfähigkeiten
Sachunterricht, Deutsch, Kunst, Werken
Schwerpunkt: Kinder und Konsum
- Spielzeug:
- Wo kommt mein Spielzeug her?- Macht Spielzeug krank? - Spielen/Spielzeug gestern und heute - Welches/wie viel Spielzeug brauche ich?
- Ernährung:
- Herstellung, Verteilungsgerechtigkeit, Anbau, zukünftige Verfügbarkeit, Notwendigkeit, Transport, Achtung vor Nahrungsmitteln
Schwerpunkt: Besitz und Status – Lebensstile
- Tägliche Wege:
- Eine Welt ohne Autos?- Warum haben die Nachbarn zwei Autos?- Mobilitätsalternativen
- Ausflüge und Reisen:
- Reiseziel, Mobilitätsalternativen, Aktivitäten und Mitgestaltung, Energieverbrauch
Schwerpunkt: Eingriffe des Menschen in ökologische Systeme
- Wasser:
- Nutzung von Wasserstraßen, Wasserkraft, Verfügbarkeit/Vorhandensein von Wasser beeinflusst Mobilität, Mobilität beeinträchtigt Wasserqualität

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